Erste Hilfe bei Sportverletzungen

??????????????????Eine übersehene Wurzel beim Joggen oder ein Sturz beim Mountainbiken und schon ist es passiert: Der Knöchel oder ein anderes Körperteil schmerzt und beginnt zu schwellen. Schon ärgert man sich über die zukünftigen verletzungsbedingten Trainingsausfälle. Des Weiteren schwört man sich, das nächste Mal bestimmt vorsichtiger zu sein, damit sowas nie wieder passiert. Doch wie geht man im Moment am besten vor, um die Verletzung bestmöglich zu versorgen und eine schnelle Heilung zu begünstigen? Wie du nach einem Malheur schnell wieder die Joggingschuhe anziehst oder wieder fit auf dem Platz stehen kannst, erfährst du hier.

Auf Pech folgt PECH

Das Szenario: Jemand verknackt sich den Fuss oder verdreht sich das Knie, liegt auf dem Boden und hält sich zähneknirschend die schmerzende Körperstelle. Es dauert meist nicht lange, bis die ersten Helfer oder Schaulustigen einen Kreis um den Verletzten bilden. Dann fängt auch schon das erste Fachsimplen an. Präzise Diagnosen werden aufgestellt und vielversprechende Prognosen zum Heilungsverlauf gemacht: „Meinem Kollegen ist genau dasselbe passiert, der lief danach mindestens drei Wochen mit Krücken rum!“ wird mit „Das ist doch kein Problem, etwas Salbe drauf und du spielst Morgen wieder!“ gekontert. In Wahrheit ist die exakte Diagnose einer Sportverletzung nicht immer so einfach und benötigt meist eine umfassende sportmedizinische Untersuchung. Dies bedeutet aber nicht, dass man der Verletzung hilflos ausgeliefert ist, bis ein Facharzt auftaucht. Bei den meisten Sportverletzungen kann man durch das Vorgehen nach einem bestimmten Schema, durch PECH abgekürzt, sofort und effizient die Verletzung versorgen. Wichtig dabei ist, dass man keine Zeit verliert und sofort mit der Versorgung beginnt.

P für Pause

Helping hand - knee injuryZu Beginn ist es enorm wichtig, die Aktivität sofort einzustellen und die verletzte Stelle ruhigzustellen. Bei schwerwiegenderen Verletzungen mit entsprechenden Schmerzen ergibt sich dies meist von selbst. Jedoch neigt man häufig dazu, bei leichteren Wehwehchen die Zähne zusammenzubeissen und weiterzumachen. Dies kann häufig gutgehen. Stellt sich aber später heraus, dass die Verletzung doch schlimmer war als angenommen, zahlt man im Nachhinein die Rechnung dafür und muss noch viel länger pausieren, als es eigentlich nötig gewesen wäre. (Ich persönlich erinnere mich an meinen verstauchten Fuss im Kung Fu Lager. Bruce Lee kennt doch keinen Schmerz und joggt weiter. Jedoch wäre ich Bruce Lee näher gekommen, wenn ich die folgenden Monate hätte trainieren können.) Deswegen ist eine Pause einzulegen immer ein guter Rat. Vergeht der Schmerz nach einer kurzen Zeit wieder, war’s wohl nichts Schlimmes. Falls nicht, tut man sich und seinem sportlichen Erfolg etwas Gutes, wenn man weiterhin ruhig bleibt. Die Profifussballer, die sich am Spielfeldrand untersuchen lassen, machen es vor!

E für Eis

Das allbekannte Heilmittel begünstigt den Heilungsverlauf äusserst positiv. Durch die Kälte verengen sich die Blutgefässe, was ein vermindertes Ausmass des Anschwellens und der Einblutung bewirkt. Zusätzlich wird der Stoffwechsel heruntergefahren, was Gewebeschäden reduziert. Und zu guter Letzt werden die Schmerzen gelindert.

Wichtig ist, dass das Eis nicht direkt auf der Haut liegt, sondern bspw. durch ein Tuch abgedeckt wird, um Kälteschäden zu verhindern. Grundsätzlich kann über längere Zeit gekühlt werden, sofern die Kälte gut vertragen wird und man sich dabei wohl fühlt.

Falls kein Eis vorhanden ist, kann die Kühlung auch problemlos durch Kühlpads, Kühlspray usw. bewerkstelligt werden.

C für Compression

Um ein übermässiges Anschwellen der verletzten Stelle zu verhindern, kann noch während dem Kühlen ein Kompressionsverband angelegt werden. Dieser darf aber nicht zu eng angelegt werden, da eine gute Durchblutung stets gewährleistet werden muss. Insbesondere bei weiterem Anschwellen empfiehlt es sich, den Verband und dessen ausgeübten Druck regelmässig zu überprüfen. Spätestens bei bläulichen Verfärbungen sollte man den Verband sofort ablegen.

H für Hochlagern

Das Standardrezept gegen schmerzende Körperstellen bewirkt einen erleichterten Rückfluss des Blutes und der Schwellflüssigkeit, sodass die Schwellung schneller abnimmt. Längeres und regelmässiges Hochlagern wird ausgesprochen empfohlen, bis der verletzte Körperteil vollständig abgeschwollen ist.

Abschliessende Worte und Prävention

Mit diesen Massnahmen bist du fürs Erste gewappnet und kannst die Heilungszeit deutlich verringern. Der Besuch beim Arzt bleibt aber besonders bei schwereren Verletzungen unerlässlich – selbst die besten Nähfertigkeiten allein flicken keine gerissenen Kreuzbänder von alleine.

Attractive girl during push-upsSchlussendlich ist aber er einfachste Weg, die Strapazen einer Verletzung zu umgehen. Gründliches Aufwärmen vor dem Sport senkt die Verletzungswahrscheinlichkeit erheblich und erhöht sogar dazu noch ihre Leistung. Ein trainierter Bewegungsapparat mit starken Muskeln, Bändern und Sehen beugt ebenfalls Verletzungen deutlich vor. Denn verschiedenste trainierbare Stützmuskeln sorgen dafür, dass sich unser Körper sicher über glitschige Waldwurzeln bewegt und wenn wir doch mal stürzen, hält ein trainierter Bewegungsapparat mehr Hiebe aus – und sieht erst noch besser aus! Höchste Zeit für ein Training bei Dave Dollé!

Breakdancing zu klassischer Musik

Manche Dinge vertragen sich schlichtweg nicht. Reibkäse gehört nicht auf den Salat, ein Hawaiihemd steht keinem CEO und die Lieblingskrawatte passt zu keinem Hemd – möchte man der Freundin glauben. So würde man auch meinen, dass Hip-Hop wenig mit klassischer Musik gemeinsam hätte. Wenn man jedoch beim Breakdancing die coolen Beats durch Klavier und Violine ersetzt, kommt Erstaunliches zum Vorschein – und Vorurteile scheinen sich nicht immer zu bestätigen. Aber sieh dir das folgende Video selbst an.

Das Blog-Team wünscht einen schönen Sonntag!

Die Zukunft des Fussballs

Soccer Player in Action

Die WM 2014 in Brasilien ist schon wieder passé. Bei keinem anderen Grossanlass passt das Sprichwort: „Was des einen Freund – ist des anderem Feind“ besser als hier. Endlich wird der Freundin wieder mehr Zeit und Zuneigung gewidmet, der Fernseher läuft abends nicht mehr bis Mitternacht und auch die Langstrasse ist wieder frei von jeglichen Fussball Fan-Shirts und stinkendem Müll. Was übrig bleibt sind Erinnerungen an laue Public Viewing Abende, weinende Neymars & co, lachende Deutsche und: ein seltsamer Spray

Ein Spray – der die ganze Welt verwirrt

Während in der Superleague und der Bundesliga Schiedsrichter ohne technische Hilfsmittel auskommen müssen, durften die Unparteiischen an der WM in Brasilien zu Hilfsmittel greifen. Nebst der erstmals eingesetzten Torlinientechnologie, kam der weisse Freistoss Spray wesentlich öfters zum Einsatz. Der Spray wurde in Argentinien hergestellt und wird in Südamerika schon länger eingesetzt. Die flüssige Substanz ist biologisch abbaubar und anscheinend für den Rasen harmlos. Der Schaum ähnelt einem Rasierschaum, der beim Aufsprayen nach 60 Sekunden wieder verschwinden sollte. Die Schiedsrichter tragen die kleine Dose im Hosenbund. Vor jedem Einsatz wird die Dose kräftig durchgeschüttelt, der Schiedsrichter bückt sich vor die Mauer und zieht seine Linie. Dies, um sicherzustellen, dass der vorgeschriebene Abstand zwischen Schütze und Gegenspielern eingehalten wird. Ob in Italien, Japan oder der Elfenbeinküste, alle Zuschauer haben sich wohl beim Eröffnungsspiel gefragt, was der Schiedstrichter mit diesem Rasierspray will. Für uns mag es wohl lustig sein, wenn sich die Refrees direkt vor die Spieler bücken, um die Freistosslinien zu ziehen – oder aber auch über die Schuhe eines Spielers, wie beim Eröffnungsspiel über den Schuh von Luiz Gustavo. Nicht alle haben aber Freude an dem neuen Wunderspray. Durch die ganze Prozedur verlangsame sich der Spielfluss und man fürchtet auch um die Autorität des Unparteiischen. Der Spray wird an grösseren Turnieren nun immer zum Einsatz kommen, in den einzelnen Ligen aber vorerst noch kein Thema sein.

Torlinientechnologie

War der Ball drin oder nicht? Eine so häufig diskutierte und im Fussball meist entscheidende Frage. Dies sagte sich auch die deutsche Firma Goal Control und entwickelte daraufhin die erste offiziell lizenzierte Torlinientechnologie. Während der WM in Brasilien kam sie zum Einsatz. Aber wie genau funktioniert diese Torlinientechnologie überhaupt? GoalControl basiert auf insgesamt 14 Hochgeschwindigkeitskameras, die rund um das Spielfeld sowie am Stadiondach verteilt sind. Jedes Tor wird von sieben dieser Kameras überwacht. Die Kameras kommunizieren mit einem Hochleistungscomputer, der alle irrelevanten Faktoren wie Spieler oder Schiedsrichter ausblendet. Im Fokus liegt ausschließlich der Ball. Dieser wird pausenlos verfolgt und seine Position dreidimensional erfasst, sobald er sich einem der beiden Tore nähert. Gestützt wird dieser Prozess durch 500 Bilder, welche die Kameras pro Sekunde generieren und die im Anschluss der Analyse zur Verfügung stehen. Hat der Ball die Torlinie in vollem Umfang überschritten, erhält der Schiedsrichter innerhalb einer Sekunde ein entsprechendes Signal auf seiner Uhr angezeigt. Die Genauigkeit der Ballposition wird auf fünf Millimeter angegeben. Das Prinzip Kameraüberwachung und 3D-Rekonstruktion hat sich gegen die Magnetfeldstrategie durchgesetzt. Dünne Kabel, die im Rasen verlegt sind, erzeugen ein schwaches Magnetfeld direkt unter der Torlinie. Sobald ein Ball, der mit einem entsprechenden Chip ausgestattet ist, die Torlinie und damit das Magnetfeldvollständig überschreitet, erhält der Schiedsrichter wie bei GoalControl eine Meldung auf seine Uhr. Aus finanziellen Gründen setzt zurzeit nur die englische Premier League auf die Torlinientechnologie.

Digitaliserung der schönsten Nebensacher der Welt

Die neusten Technologien gehören bereits zum Fussball. Bei einer Auswechslung eines Spielers wird zum Beispiel angezeigt, wie viele Kilometer dieser zurückgelegt hat. Dies nur dank höchstmodernen GPS Systemen oder einem Chip, der in den neusten Fussballschuhen versehen ist. Gemessen werden Anzahl Sprints, Geschwindigkeit und zurückgelegte Kilometer während der ganzen Partie. Nur so wussten wir, wie schnell (37 km/h) Robben tatsächlich unterwegs war bei seine Solo zum 5:1 gegen die Spanier. Die FIFA hat noch nicht genug von der neuen Technologie und möchte sich stetig verbessern und mit dem Zeitalter gehen. «Wenn es darum geht, ob es ein Elfmeter oder kein Elfmeter war, innerhalb oder außerhalb des Strafraums, ein Foul oder kein Foul, kann der Coach intervenieren.» Wie im Tennis soll der Trainer die Möglichkeit auf eine „Challange“ erhalten. Der Schiedsrichter wird dann die Szene auf einem Monitor anhand der TV-Bilder beurteilen. Mit dieser Hilfe solle es «mehr Gerechtigkeit» geben, erklärte Joseph Blatter. Was uns fussballtechnisch auf internationaler Bühne in Zukunft noch alles erwarten wird, zeigt sich wieder in zwei Jahren an der EM in Frankreich. Bis dahin wünsche ich allen noch einen schönen, WM-freien Sommer.

„Ich möchte den Kindern eine Pause vom Zucker und von Fertigprodukten gönnen“ – Interview mit Jens von Francheville

In meinem Beitrag „Die jüngere Generation ist dicker“ vom 3. Juli habe ich darüber berichtet, dass die heutige Generation so schwer ist wie ihre Eltern 15 Jahre später. Zudem habe ich mich auf die Aussage von Margreth Chan, der Generaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation WHO, bezogen, die mit ihrer Aussage „Ein Teil der Welt isst sich im wahrsten Sinne zu Tode“ die viel zu billige Fertignahrung sowie überzuckerte Getränke und Lebensmittel kritisierte. Diese Faktoren dürften auch die Ursache für die schlechte Gesundheit bei jüngeren Menschen sein. Verherrlicht werden durch die Lebensmittelindustrie Fertigprodukte, die schnell in den Ofen und die Mikrowelle geschoben werden können und den angeblichen Vorteil haben, Zeit für Anderes, Wichtigeres zu gewinnen. Ein Trugschluss meiner Meinung nach, denn Gemüse zu schälen oder schnippeln, kostet uns nicht mehr Zeit. Doch das Bewusstsein für Lebensmittel wird nicht gefördert und der kritische Blick auf die Food Facts und Inhaltsstoffe der Produkte verschwindet. Blind vertrauen wir der Nahrungsmittelindustrie. Die Gesundheit der Konsumenten liegt den Lebensmittelherstellern wenig am Herzen.  Schlussendlich ist es ein knallhartes Geschäft, das sich am Gewinn und nicht an der Gesundheit der Konsumenten orientiert. Ebenso haben die Pharmakonzerne kein Interesse an gesunden Menschen, denn diese brauchen ihre Medikamente und Präparate nicht.

Jens von Franchevilles Food Konzept

Einer, der sich für die Gesundheit der Jugend einsetzt und Fertiggerichte sowie überzuckerte Lebensmittel aus der Küche verbannt hat, ist Jens von Francheville, der in Zumikon für den Hort des Schulhauses Juch, das Schulzentrum Farlifang und weitere Mittagstische täglich rund 130 Kinder bekocht.

Jens von Francheville

Seit gut einem halben Jahr hat er anhand eines Food Konzeptes die Produkte umgestellt. Jens von Francheville, der zu Hause auf die frische und biologische low-carb-Küche  setzt, achtet bei seinen Gerichten auf eine moderne, gesunde und zahnschonende Ernährung. Er verzichtet in der Hortküche auf sämtliche Zusatzstoffe wie beispielsweise Aromat oder Hefeextrakte. Des Weiteren gehört Zucker nicht in sein Repertoire genau so wenig wie industriell verarbeitetes Salz. Er verwendet ausschliesslich Meersalz. Weizen und Weizenprodukte werden von Urdinkelprodukten abgelöst. Bio-Milchprodukte werden angeboten und keine überzuckerten Joghurts, die mit Inhaltsstoffen versehen sind. Auch an Kindergeburtstagen werden die Kinder nicht mit Süsswaren überschwemmt, sondern erhalten anstatt einem Schoggiriegel eine Stifte-Box oder einen neuen Schreiber.

Gesundheit der Kinder steht im Zentrum

„Das Grundziel meines Konzeptes ist, dass wir alle gesund sind und dass ernährungsbedingte Krankheiten und Autoimmunerkrankungen verhindert werden können“, sagt von Francheville. „Wir müssen keinen künstlichen Zucker zu uns nehmen, denn unser Körper kann aus der zuckerfreien Nahrung selbst Zucker herstellen“, erklärt der Koch den Verzicht auf Zucker. „Vielen Kindern sieht man an, dass sie das zuckerreiche Essen und Fertigprodukte nicht vertragen. Sie sind oft erkältet. Das Übergewicht ist ein weiterer Nebeneffekt der schlechten Ernährung.“

Positives Feedback von Eltern und Kindern

„Ein grosser Teil der Eltern haben die Umstellung der Produkte und den Verzicht auf Zucker, Weizenprodukte und Fertigprodukte positiv aufgenommen. Ich habe viele E-Mails von Eltern  erhalten, die es super finden, dass endlich einmal etwas gegen die schlechte Ernährung unternommen wird“, freut sich von Francheville. „Die Kinder mögen mein Essen und merken die Veränderung fast gar nicht. Sehr glücklich war ich über  die Rückmeldung eines Kindes, das mir gesagt hat, dass es noch nie so leckeres Gemüse gegessen hat.“ Kinderwünsche wie Pizza oder Hamburger versucht der Koch mit einer entschärften Variante, also Pizza aus Dinkelteig oder Burger aus Biofleisch zu verwirklichen.

Eine Pause vom Zucker

„Ich weiss, dass die Kinder zu Hause teilweise wieder Fertigprodukte oder überzuckerte Getränke, Riegel oder Joghurts zu sich nehmen. Sie werden durch die manipulative Lebensmittelindustrie auf Zucker konditioniert, denn in allen Fertiglebensmitteln steckt sehr viel Zucker. Ich möchte durch die Umstellung der Produkte im Hort den Kindern eine Pause vom Zucker gönnen. 30 Gramm weniger Zucker am Tag machen einen Unterschied“, sagt von Francheville.

Es gab aber auch nicht ausnahmslos positive Feedbacks zu von Franchevilles Food Konzept. „Die Kinder essen nun weniger Fruchtquarks, weil es ihnen zu wenig süss ist. Erschreckend fand ich die Reaktion einer Mutter, die sich gegen dieses Food Konzept aussprach, da für sie nur wichtig war, dass ihre Tochter satt gefüttert wird, egal mit welchen Produkten. Schockierend finde ich den Trend, dass Schüler mit einer Tüte Chips auf dem Pausenplatz stehen und das Fertigprodukt zusammen mit Klassenkameraden zum Znüni essen“.

Das Essen wird besser, der Preis bleibt

Die Bedenken einiger Eltern, dass durch die Bioprodukte das Mittagsmenu teurer wird, konnte Jens von Francheville aus der Welt schaffen. „. Die Kinder bekommen weniger grosse Fleischportionen, dafür aber qualitativ hochwertiges Biofleisch.  Ich konnte durch das gute Kostenmanagement zeigen, dass das Essen den gleichen Preis behält, aber besser wird.“

Ein Food-Konzept rein nach Paleo-Massstäben wäre laut von Francheville nicht möglich. Viele wüssten nicht, was Paleo genau sei, brächten es mit viel Fleischessen in Verbindung und hätten das Gefühl, es sei eine extreme Ernährungsform. Es würde wohl noch mehr Erklärungsbedarf benötigen als von Franchevilles Food Konzept jetzt schon braucht.

Verständnis, Mühe und Durchhaltevermögen

„Ein Schokoriegel schadet doch nicht“ – dieser wiederkehrende Satz aus dem Mund von Eltern oder Betreuern  verärgert von Francheville, weil er gegen seine Überzeugung steuert und seine Mühe, den Kindern gesunde Mahlzeiten zu bereiten, nicht würdigt.  „Natürlich meinen es die Betreuer oder Eltern nicht böse, aber es zeigt das fehlende Bewusstsein für Lebensmittel. Ich war zu Beginn hochmotiviert das Konzept zu realisieren und durchzusetzen. Meine Ideen wurden durch die Betreuer und die Eltern gut aufgenommen, aber ich habe gemerkt, dass es viel Zeit und Verständnis meinerseits beansprucht, um einen Wandel in Gange zu bringen. Man muss sich mehr Mühe geben, nachhaken, aktiv sein und nicht aufgeben, um etwas verändern zu können. Klar ist es anstrengender 20 Kilo Kartoffeln zu schälen als Tüten zu öffnen, aber ich mache es gerne, weil ich davon überzeugt bin.  Auch die Eltern merken langsam, dass das Konzept simpel und nicht kompliziert ist“, sagt von Francheville mit einem Lächeln.