Mit Ritualen schmeckt das Essen besser

Die ganze Familie zur gleichen Zeit am Tisch dasselbe Menü essend, das ist ein rares Bild geworden. Oftmals verdrückt man sein Sandwich oder den Salat aus Zeitmangel unterwegs im Zug oder Tram. Vielfach hat man auch keine Gesellschaft beim Essen. Abends wird nicht noch auf den Vater oder die Schwester gewartet, die viel später als die anderen von der Arbeit, von der Schule oder vom Training nach Hause kommen. Jeder isst zu einer anderen Zeit und womöglich auch eine ganz andere Speise. Rituale, wie sich einen Guten Appetit zu wünschen oder miteinander mit Wein anzustossen, gehen durch dieses Essverhalten langsam verloren. Womöglich werden sie künftig  nur noch an Weihnachten oder Geburtstagen gepflegt. Eine amerikanische Studie dürfte diesem Phänomen vielleicht entgegenwirken.

Rituale_Essen_Besser_Gemeinsam

Amerikanische Forscher haben nämlich herausgefunden, dass Rituale rund ums Essen, den Genuss desselbigen steigern können. Diese Studie könnte somit  zu einer, wie ich finde, erwünschten Gegenbewegung führen und dem Verspeisen von Lebensmitteln wieder einen gemeinschaftlichen, rituellen und genussvolleren Charakter verleihen.

Rituale geben Sicherheit und sorgen für gute Stimmung

Rituale im alltäglichen Leben, wie das Händeschütteln, Küssen oder Umarmen beim Treffen mit einer Person, die wir kennen oder den Kaffee, den wir uns machen, wenn wir morgens im Büro ankommen, geben uns Halt und Sicherheit. Ebenso lösen sie ein positives Gefühl aus, was auch einen Einfluss auf unser Essen hat.

Die Ernährungsberaterin Helena Kistler, die sich speziell mit Ernährungspsychologie befasst, nennt drei Gründe, weshalb Rituale das Essen besser machen.

  1. Rituale dauern und zögern somit das Essen raus. Sie bremsen das Tempo und sorgen für eine Pause. Je länger man wartet, desto grösser werden die Vorfreude und die Lust aufs Essen.
  2. Rituale lassen uns langsamer essen und trinken. Unsere Wahrnehmung wird gesteigert. Wir essen bewusster und die Mahlzeit wird genussvoller, weil man durch die Zügelung des Tempos besser schmeckt, was im Essen steckt.
  3. Rituale sind oftmals an eine Gruppe geknüpft. Essen mit seiner Familie, seinen Freunden oder Arbeitskollegen stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl. Dies löst positive Empfindungen aus und die gute Stimmung sorgt dafür, dass das Essen automatisch besser schmeckt.

Rituale_Essen_Besser_Geschmack

Rituale dienen der Wertschätzung des Essens

Zu diesen Ritualen können, wie bereits erwähnt, das Anstossen mit Wein, das Guten-Appetit-Wünschen oder das Sitzenbleiben am Tisch bis alle gegessen haben , gehören. Anstatt das Essen alleine und in grosser Eile zu verschlingen und nicht wahr zu nehmen, was man überhaupt isst, sollte man sich für das Essen mehr Zeit nehmen. Natürlich klappt das nicht immer. Bedenkt man aber, dass das Verzehren von Lebensmitteln in unserem Breitengrad nicht nur ein Grundbedürfnis, sondern ein Genusserlebnis ist, macht es Sinn, dass dem Essen durch Rituale eine gesteigerte Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegengebracht wird.

Es scheint also ein weiteres Argument zu geben, artig mit der ganzen Familie an den Tisch zu sitzen und Rituale zu pflegen. Nicht nur aufgrund der guten Manieren und weil es sich so gehört, sondern weil durch sie das Essen besser mundet. Falls dir also die letzen Speisen, die du zu dir genommen hast, weniger geschmeckt haben, versuch doch einmal auf Rituale zu setzen. Setz dich mit deiner Familie oder deinen Freunden an den Tisch, warte bis alle die Speisen auf den Teller geschöpft haben und beginnt nach dem Anstossen mit Wein und nach dem alle einander „En Guete“ gewünscht haben,  gemeinsam zu essen.

Quelle: SRF

Paleo: Lässt „Zurück zu den Wurzeln“ die Pfunde purzeln?

Gerne präsentieren wir euch einen spannenden Blog-Artikel von unserem Gast-Autor Tim Schröder (mensvita.de). Viel Spass beim Lesen.

Viele Menschen besinnen sich in diesen Zeiten des schnellen technischen und sozialen Wandels auf alte Werte und Traditionen, auf Bekanntes und Solides. Dass dieser Trend auch ernährungstechnisch zuschlagen würde, konnte bis vor kurzem keiner ahnen. Doch der Erfolg der Paleo-Diät weltweit beweist: Menschen sehnen sich zurück in einfachere Zeiten. Hilft dieses Diätkonzept, das sich angeblich an Ernährungsweisen der Steinzeitmenschen orientiert, tatsächlich dabei, die Pfunde purzeln zu lassen? Oder ist der Erfolg nur dem Wunsch nach Entschleunigung zuzuschreiben? Der Trend im Check.

Paleo: Die Promis machen es vor

Es gibt heutzutage wenige Trends, die nicht in Hollywood ihren Anfang hatten. So hat auch die Paleo-Diät ihren Ruhm den Stars und Sternchen zu verdanken. Jessica Biel hat es getan, Miley Cyrus auch, sogar Matthew McConaughey soll seine Ernährung auf Paleo umgestellt haben. Da diese Hollywood-Größen oft von erfahrenen Fitnesstrainern beraten werden, lohnt es sich zweifellos, tiefer in die Materie einzutauchen.

Kohlenhydrate adé, Fleisch in spe

Der Begriff „Paleo“ kommt von Paläolithikum, dem Fachbegriff für die Altsteinzeit. Und genau das ist auch das Prinzip: So essen, wie damals. Folglich ist alles erlaubt, was erbeutet, gepflückt oder gesammelt werden kann. Paleo steht dementsprechend für natürliche und nachhaltige Ernährung, die sich an den Ernährungsgewohnheiten der Steinzeit orientiert, als wir noch kein Getreide anbauten und den Organismus hauptsächlich über Fleisch, Tierfett, Beeren, Pilze, Nüsse, Kräuter und Samen ernährten. Gegessen wird also alles, was die Natur ohne unseren Eingriff bereithält. Die Paleo-Diät sieht gemäß dieser Vorstellung typischerweise folgende Ernährungsregeln vor:

  • Vollkommener Verzicht auf jegliche getreidehaltige Kost (Beispiele: Nudeln und Brot) à glutenfreie Ernährung
  • Hochwertiges Fleisch, Fisch und Eier dürfen ohne Bedenken und Beschränkung verzehrt werden
  • Viel Obst, Gemüse, Nüsse und Gewürze
  • Keine Milchprodukte
  • Keine industriell produzierten Lebensmittel (Fertiggerichte etc.)
  • Keine Pflanzenöle, außer Avocado-, Kokos- und Olivenöl
  • Keine Hülsenfrüchte
  • Kein Alkohol
  • Kein Zucker

Ist Paleo der Fettkiller schlechthin?

Thomas Bluhm, Fitness- und Ernährungsexperte, sagt ‚Ja‘. Auf seinem Blog got-big.de begründet er das vor allem mit dieser simplen Tatsache: Weniger Kohlenhydrate zu essen sei der Schlüssel zur Fettverbrennung – die Betonung liegt dabei auf „weniger“ und nicht „gar keine“. So habe er mit den Geschwistern der Paleo-Diät, der anabolen Low Carb sowie der metabolen Slow Carb Diät, schon viel persönlichen Erfolg gehabt.

Vor allem für die dauerhafte Fettverbrennung sind große Vorteile festzustellen, da Paleo keine Sturzdiät mit Jo-Jo-Effekt, sondern eine bedachte und oft lebenslange Ernährungsumstellung ist, die schnell zur Gewohnheit wird. Und Fettverbrennung ist schließlich ein Prozess, genau wie Paleo. Die Ernährungsverteilung sollte ihm zufolge bei der Paleo-Diät die folgende sein (hier genauer nachzulesen):

  • Eiweiß: 30%
  • Kohlenhydrate: 40%
  • Fett: 30%

(Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) sind dies die Richtwerte für eine gesunde, ausgewogene Ernährung: 15 Prozent Eiweiß, 30 Prozent Fett, 55 Prozent Kohlenhydrate)

Stichworte: Naturbelassenheit, Verwertung, Krankheit

Naturbelassenes Obst und Gemüse, nicht verarbeitete Lebensmittel und viele hochwertige Proteine geben dem Körper während der Paleo-Diät viel Energie, kurbeln den Stoffwechsel (Grundvoraussetzung für jede Fettverbrennung) an und gleichen den Hormonhaushalt aus. Der Fokus liegt bei Paleo auch auf der Verwertung der Lebensmittel, denn an das, was schon unsere Urahnen aßen, ist der Organismus nun mal besser gewöhnt und kann es dementsprechend schneller und effektiver verarbeiten.

Der Industrialismus mit massenproduzierten Lebensmitteln hingegen ist eine relativ moderne Erscheinung, die dem Menschen sehr zusetzt, was man an steigendem Übergewicht, verminderter Konzentrationsfähigkeit, hoher Nervosität, Allergien, Antriebslosigkeit und scheinbar unbesiegbaren Zivilisationskrankheiten in modernen Industrienationen sieht. Die Reduktion von Kohlenhydraten hingegen soll Volkskrankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Schilddrüsenerkrankungen und sogar Krebs vorbeugen können (Quelle). Zucker ist zweifellos einer der Hauptverdächtigen für diese Erkrankungen, es sogar gibt Ergebnisse, die zeigen, dass er ähnlich wie Heroin wirken soll.

Fest steht: Jede bedachte, gesunde und ausgewogene Ernährung, die auf Massenprodukte verzichtet, führt zu einer Steigerung der Leistungsfähigkeit, sowie einer Optimierung des Energiehaushaltes – und somit automatisch zu erfolgreicher Fettverbrennung. Am Ende ist jedoch jede Diät gleich, nämlich in dem Aspekt, dass nur Ausprobieren zur Wahrheit führt. Einen ausführlichen Paleo-Guide für die Praxis gibt es hier.

pure food – Oster Menu 2014

Zutaten für jeweils 3 -4 Personen

Blattsalat mit Avocadosauce

  • 1 Bio-Kopfsalate, gerüstet und gewaschen
  • ½ Bund glatte Petersilie, gewaschen und Blätter abgezupft
  • 1 reife Bio-Avocado
  • 1/2 dl Olivenöl extra vergine
  • Balsamico oder Zitronensaft (optional)
  • Salz und Pfeffer
  • Wasser

Avocado in der Mitte halbieren, Kern entfernen, aus der Schale lösen und in einen Rührbecher geben. Olivenöl, Balsamico, Salz Pfeffer uns ein paar Esslöffel Wasser dazugeben. Mit dem Handmixer oder Küchenmaschine alles gut pürieren. Mehr Wasser dazugeben, falls die Sauce zu dickflüssig ist.

Kopfsalat und Petersilienblätter auf Teller verteilen und erst kurz vor dem Servieren die Sauce darüber verteilen

Ostermenu Kopfsalat

Lammgigot mit wildem Spargel und neuen Kartoffeln

  • 1 Bio-Lammgigot von ca. 1.5 kg
  • ca. 500g wilder Spargel (oder Bio-Spargel), gewaschen und gerüstet
  • ca. 400g neue Bio-Kartoffeln mit Haut, gut gewaschen
  • ½  Bund frischer Rosmarin
  • 1 EL grobes Meersalz
  • Pfeffer
  • Schnur

Lammgigot mind. eine Stunde vor Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen. Backofen auf 200°C aufheizen.

Lammgigot rundherum mit dem Meersalz einreiben,  Rosmarienzweige auf dem Gigot verteilen und mit der Schnur befestigen (siehe Bild).

Ostermenu Lamm 1

Backblech mit Backpapier auslegen und Lammgigot darauflegen. Nochmals Salz darüberstreuen und grosszügig pfeffern. Lammgigot für 30 Minuten in den Ofen schieben.

Nach 30 Minuten die Temperatur auf 160°C reduzieren und Kartoffeln ebenfalls auf das Backblech geben. Das Gigot mit dem ausgetretenen Lammfett bestreichen. Nochmals 30 Minuten garen.

Das Gigot ist jetzt seit einer Stunde im Backofen. Nochmals Gigot mit ausgetretenem Fett bestreichen. Kartoffeln ebenfalls im Fett drehen und Spargeln auf das Blech legen. (Achtung: normaler Spargel der Länge nach einmal durchschneiden) Nochmals ca. 30 Minten garen.

Das Gigot aus dem Backofen nehmen und für ca. 20 Minuten in Alufolio einpacken und ruhen lassen, damit der Saft sich im Fleisch verteilen kann und nicht beim Schneiden ausläuft.

Kartoffeln und Spargeln im ausgeschalteten Backofen warmhalten.

Ostermenu_Lamm

pure food Schokoladeküchlein mit Beeren

  • 4 Hühnereier
  • 100g Rohmilch-Butter (ersatzweise Bio-Butter)
  • 150g Zartbitter Schokolade (mind. 72% Kakaogehalt)
  • eine Prise Salz
  • ca. 200g reife Bio-Erdbeeren
  • ca. 4 EL Bio-Erdbeer-Konfitüre

Backofen auf 150°C erhitzen. Eine Springform mittelgrosse Springform (19cm) mit Backpapier auslegen und Seitenränder mit Butter bestreichen. Oder 4 kleine Portionen-Springformen vorbereiten.

Eier trennen und Eiweisse mit einer Prise Salz steif schlagen. Butter leicht erwärmen, damit sie gut zu vermischen ist. Schokolade schmelzen. Butter und Eigelbe mit Handmixer gut verrühren, geschmolzene Schokolade dazugeben und nochmals gut mixen.

Von Hand ein Viertel der steifen Eiweissmasse gut unter die Schokolademasse mischen. Den Rest der steifen Eiweisse vorsichtig unter die Masse heben bis alles schön luftig und gleichmässig verteilt ist.

Masse in Springform abfüllen und gleichmässig verteilen. Portionen 20 Minuten backen, grössere Springform ca. 25 Minuten backen. Garprobe mit Holzstäbchen machen. Es darf ganz wenig Masse daran kleben bleiben. Ueberbacken macht den Kuchen trocken.

Kuchen abkühlen lassen und mit Beeren und Konfitüre garnieren.

Ein bisschen Schokolade schadet nicht

Osterhase

Als ursprüngliches Symbol auf bemalten Ostereiern hat er sich einen Namen gemacht: Herr Hase. Was er aber so wirklich mit dem Osterfest zu tun hat, ist vielen nicht ganz klar – und vielleicht auch gar nicht so wichtig. Hauptsache, wir mögen ihn. Das tun wir und verschlingen am Fest der Auferstehung meist nicht nur einen von den Hoppelgetieren  – eher in der süssen, als der salzigen Variante. Denn was gibt es schöneres, als herzhaft in ein Hasenohr zu beissen? Sündige Gefühle mal ganz aussen vor gelassen, denn sooo ungesund ist die süsseste aller Verführungen auch nicht.

Dies gilt zumindest für die dunkle Schokolade mit einem Kakaoanteil von über 70 Prozent. Dass sie die Gefahr von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Schlaganfällen, senken kann, dürfte mittlerweile bekannt sein. Grund dafür ist die im Kakao enthaltene Flavonoiden, die sich günstig auf Blutgefässe und Blutdruck auswirken. Flavonoide sind Pflanzenfarbstoffe und schützen Pflanzen vor schädlichen Umwelteinflüssen. Sie sind fähig, Sauerstoffverbindungen (freie Radikale) im Körper unschädlich zu machen und sind ebenfalls in Äpfel, Randen und Rotkohl vorhanden.

Stressfreie Ostern

Kürzlich berichtete 20 Minuten, dass schwarze Schokolade sogar Stresssymptome mildern kann. Wie 20 Minuten mitteilt, beweisen Wissenschaftler der Universitäten Bern und Zürich, dass die Kakaostoffe die Ausschüttung von Stresshormonen senken. Eine Studie zeigt, dass Personen, welche dunkle Schokolade gegessen haben, in einer Stresssituation geringeren Anteil von Cortisol und Adrenalin, beides als Stresshormone bekannt, vorweisen. Je höher der Flavonoid-Gehalt im Blut, desto geringer der Hormonanstieg.

Solche Resultate hören wir doch gerne. In diesem Sinne wünsche wir schöne und vor allem stressfreie Ostertage.